Wohnmobil Zubehör und Ausstattung

Wer ein Wohnmobil erwirbt, bekommt dieses in der Regel bereits mit einer guten und umfassenden Ausstattung. Dennoch ist sich diverses Zubehör für das Wohnmobil auch separat erhältlich, sodass sich das eigene Reisefahrzeug ganz nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten und ausrüsten lässt.

Zum Zubehör gehören beispielsweise Dinge, die den Komfort unterwegs erhöhen. So sind beispielsweise verschiedene Sitz- Nackenkissen, Armlehnensets oder gepolsterte Gurte für längere Fahrten erhältlich – oder auch Drehkonsolen, um die einzelnen Sitze in verschiedene Richtungen drehen zu können, und damit die Raumaufteilung ganz den jeweiligen Anforderungen entsprechend gestalten zu können.

Armaturenbrettauflagen, Ablagefächer und Aufbewahrungsboxen erleichtern es, auch über eine längere Zeit und mit viel Gepäck Ordnung zu halten und alles stets gut im Blick zu haben.

Darüber hinaus können Hoch- und Hubdächer als Zubehör für Wohnmobile erworben werden, ebenso wie Klappbetten für Schlafdächer, um romantische Nächte auf dem Dach seines Wohnmobils genießen zu können.

Neben dem Zubehör für die perfekte Innenausstattung sind auch verschiedene technische Zubehörteile für das Wohnmobil erhältlich. Von der Fahrwerk-Spurverbreiterung, über Reisemobilspiegel und Luftreiniger bis hin zu Geschwindigkeitsreglern, Dieseltanks und Anhängeelektrik bleiben auch in diesem Bereich heute kaum Wünsche offen.

Das Wohnmobil lässt sich dank dem breit gefächerten Angebot an verschiedenem Zubehör wunschgemäß ausstatten – sodass der Urlaub mit dem Reisemobil in vollen Zügen genossen werden kann. Der Phantasie sind bei der Wohnmobilausstattung keine Grenzen gesetzt und die Wohnmobilhersteller lassen sich immer neue Ideen einfallen, wie der Campingurlaub noch angenehmer werden kann.

Welche Rolle spielt beim Kauf eines Wohnmobils der Hersteller?

Wer sich nach einem Wohnmobil umschaut, wird schnell über die Frage stolpern welcher Hersteller die beste Wahl ist. Aber spielt der Hersteller des Wohnmobils überhaupt so eine große Rolle?

Auf dem Markt für Wohnmobile gibt es mittlerweile zahlreiche Hersteller, die eine breite Auswahl an verschiedenen Modellen präsentieren. Um die richtige Wahl zu treffen, kommt es insbesondere darauf an zu wissen, welchen individuellen Anforderungen das Wohnmobil genügen soll. Dies gilt bei Neukauf, sowie beim Kauf eines gebrauchten Wohnmobil.

So solle beispielsweise geklärt sein, wie viele Personen in dem Reisemobil untergebracht werden sollen, ob es überwiegend an einem Ort stehen oder eher als Zweitwagen dienen soll – oder ob es über eine umfassende Küche oder eine Duschmöglichkeit verfügen sollte. Die Ausstattung des Wohnmobils spielt eine übergeordnete Rolle beim Kauf, schließlich soll man sich in seinem mobilen Zuhause auch wohl fühlen.

Andere Faktoren wichtiger als nur der Name des Wohnmobilhersteller

Je mehr Aspekte und die notwendige Ausstattung von vornherein abgeklärt werden, umso einfacher gestaltet sich die Suche nach dem richtigen Wohnmobil Hersteller und dem passenden Fahrzeugmodell.

Nicht zuletzt ist die Entscheidung auch eine Preisfrage – namhafte Hersteller, die auf deutschem Gebiet marktführend sind, verlangen natürlich höhere Preise als weitgehend unbekannte „No-name-Hersteller“.

Doch auch wenn die ein oder andere Wohnmobil-Marke als besonders exzellent angepriesen wird – nicht jedes Fahrzeug ist für jeden geeignet. Das Fahrgefühl muss stimmen, und auch mit der Größe des Wohnmobils sollte man zurechtkommen – vor allem für Anfänger auf diesem Gebiet ist dies ein wichtiges Kriterium.

Unbedingt Probefahrt mit mehreren Wohnmobilien machen

Deshalb sollte man am besten einige Hersteller und Fahrzeugmodelle in die engere Wahl nehmen, und mit diesen eine Probefahrt anstellen. Dann kann man die einzelnen Wohnmobile und ihre Handhabung und Ausstattung wesentlich besser vergleichen und bekommt auch eher ein Bauchgefühl dafür, welches Wohnmobil zu den eigenen Vorstellungen am besten passt.

Viele Hersteller präsentieren sich auch auf Messen, wie beispielsweise der CMT in Stuttgart (Caravan-Motor-Touristik) – hier können sich Interessierte ganz in Ruhe umschauen, Informationen einholen und Fragen stellen.

Unter den Wohnmobil Herstellern ist insbesondere die Marke Hymer ein Begriff – das Unternehmen, das bereits seit 1958 Wohnwagen, und seit 1972 Reisemobile in Serie fertigt, gehört heute zu den modernsten und erfolgreichsten Herstellern von Wohnmobilen in ganz Europa. Weitere bekannte und verbreitete Wohnmobil-Hersteller sind Dethleffs, Knaus oder Westfalia.

Camping im Winter mit Wohnwagen und Wohnmobil

Mit dem Wohnmobil ins Skigebiet oder dem Wohnwagen zum Winter-Camping? Camper lassen sich von kalten Temperaturen schon lange nicht mehr aufhalten. Auch immer mehr Campingplätze haben nun auch im Winter ihre Tore geöffnet und bieten so eine ganz besondere Art von Urlaub an. So ist es auch kein Wunder, dass Wintercampingplätze sich wachsender Beliebtheit erfreuen.

Damit das Camping im Winter genauso schön wird wie im Sommer, sollte vor der Abreise den Winterurlaub etwas genauer planen und Fahrzeug und Ausrüstung kontrollieren.

Idealerweise sind die Wände und Böden des Caravans doppelwandig, damit ist der Wohnwagen oder das Wohnmobil auch bei eisigen Temperaturen gut isoliert. Je besser die Isolation des Caravans, desto geringer fallen die Heizkosten aus.

Bevor man zum Wintercamping aufbricht sollten Wohnwagen oder Wohnmobil einem ordentlichen Technikcheck unterzogen werden. Dazu gehört natürlich auch, dass Winterreifen (auch für den Wohnwagen) aufgezogen sind und passende Schneeketten parat liegen. Die Montage der Schneekette sollte vor der Fahrt ins verschneite Wintergebiet geübt werden.

Wohnmobil und Wohnwagen  fit fürs Wintercamping machen

Frostschutz für Scheibenwischerwasser und Kühler überprüfen und ggf. nachfüllen. Die Gummidichtungen an Türen und Fenstern sollten geölt oder mit Talkum eingerieben werden, damit sie gut dichten und sich leicht öffnen lassen.

Die Heizungs- und Gasanlagen sollten auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Bereits brüchige oder poröse Gasschläuche, müssen ausgetauscht werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Gasschläuche kältebeständig sind.

Die Batterien des Wohnmobils oder des Zugfahrzeugs und des Wohnwagens sollten getestet werden und aufgeladen werden. Sicherheitshalber, sollte auch ein Starterkabel eingepackt werden.

Alle Wassertanks müssen für Minustemperaturen bereit gemacht werden. Manche Wohnmobile und Wohnwagen haben einen eingebauten Frostschutz. Ist dieser nicht vorhanden, muss er nachträglich eingebaut werden.  Ansonsten Wasser komplett ablassen und während des Wintercampings nicht nutzen. Frostschutz ist für Frisch- und Grau- oder Schmutzwasser notwendig.

Gas- und Heizungsanlage überprüfen

Gibt es eine Gasheizung, sollte darauf geachtet werden, dass Propangas mitgenommen wird. Butangas würde bei zu kalten Temperaturen flüssig bleiben und nicht aus der Gasflasche kommen. In der Betriebsanleitung der Heizung, sollte nachgelesen werden wie viel Gas man pro Tag benötigt. Man sollte auf dem Campingplatz im Vorfeld anfragen, ob die eigenen Gasflaschen aufgefüllt werden können und wie viel eine Füllung kostet. Ansonsten muss man genug Gas mit nehmen.

Auf dem Campingplatz sollte man Wohnwagen oder Wohnmobil auf einem stabilen Untergrund abstellen, welcher auch bei Tauwetter nicht nach gibt. Eventuell muss hier mit Brettern unter den Reifen und Böcken nachgeholfen werden.

Um Kondenswasserbildung zu vermeiden, sollte man den Wohnbereich regelmäßig stoß lüften. D.h. alle Fenster und Türen auf und für 2-3 Minuten lüften. So wird die alte, verbrauchte und feuchte Luft, durch neue trockene ausgetauscht.

Sinnvolle Ausrüstung fürs Wintercamping

Nochmals ein kurzer Überblick an welche Ausrüstung man fürs Camping im Winter mit Wohnwagen und Wohnmobil denken sollte:

  • Schneeketten
  • Starterkabel
  • Türschlossenteiser
  • Schneeschaufel oder Sparten
  • Besen zum Schnee entfernen
  • Eventuell eine Leiter, um auf das Dach zu kommen
  • Evtl. Isolationshaube
  • Heizstrahler
  • warme Bettwäche oder evtl. Schlafsäcke

Welche Erfahrungen haben sie beim Camping im Winter mit Wohnwagen oder Wohnmobil gemacht? Schreiben sie doch einfach einen Kommentar mit ihren Tipps und benötigter Ausrüstung.

Ausrüstung fürs Winter-Camping

Camping im Winter ist problemlos möglich. Vorausgesetzt man hat die richtige Ausrüstung, wird es schnell zu einer unvergesslicher Erfahrung.

Wer zum Zelten im Winter aufbrechen möchte, muss vorher wissen, bis zu welchen Temperaturen das Thermometer fällt und wie die zu erwartende Wetterlage sein wird. Bei der Auswahl der Ausrüstung sollte man grundsätzlich auf die Herstellerangaben achten, ob das Produkt auch für den notwendigen Temperaturbereich geeignet ist. Gerade bei der Ausrüstung fürs Wintercamping trennt sich schnell die Spreu vom Weizen, man sollte daher unbedingt auf Qualität der Campingausrüstung achten.

Nachfolgend eine Aufstellung mit Ausrüstung fürs Camping im Winter.

Schlafsack

Die Auswahl des Schlafsacks ist im Winter von elementarer Bedeutung. Er funktioniert indem die Körperwärme reflektiert und im Schlafsack gehalten wird. Sehr gut gewärmt wird man mit einem Daunenschlafsack. Allerdings sind diese auch recht teuer. Alternativ gibt es Schlafsäcke mit einer Füllung aus Kunstfaser. Ob nun Daunenschlafsack oder Kunstfaserschlafsack zu beachten sind unbedingt die vom Hersteller angegebenen Temperaturbereiche. Wird es Nachts -20 Grad, benötigt man einen Schlafsack bis mindestens -20 Grad Celsius. Wer hier spart, spart an der falschen Stelle. (verschiedene Schlafsäcke: Link)

Isomatte

Eine Isomatte schützt gegen Kälte von unten und ist damit einer der wichtigsten Bestandteile beim Zelten im Winter. Je dicker die Isomatte desto besser ist man vor Bodenkälte geschützt. Für den Winter eignen sich Schaumstoffisomatten genauso wie Aufblasbare Matten. Beachten sollte man aber einer Mindestdicke der Matten (2-4 Zentimeter), wobei Luftisomatten dicker sein sollten als die Modelle aus Schaumstoff, da ihre Isolation nicht ganz so gut ist. (Isomatten zur Auswahl)

Winterzelt

Für die Auswahl des richtigen Winterzelt gibt es einen eigenen Beitrag: Zelten im Winter.

Bekleidung

Die Bekleidung sollte natürlich dem Temperaturbereich angepasst sein. Wenn es minus 10°C kalt wird, dann muss man Kleidung haben, die mindestens bis -10°C geeignet ist. Daunenjacken haben sich als sehr gute Wahl bewiesen. So haben Daunenjacken hervorragende Isolations- und Wärmewerte und sind dazu noch sehr leicht und angenehm zu tragen. Auch unbedingt auf gute Handschuhe und Kopfbedeckung achten. Kalte Finger oder frieren am Kopf sind auf dauer sehr unangenehm und können das Zeltvergnügen schnell trüben.

Campingkocher für den Winter

Verpflegt man sich selbst, ist ein Benzinkocher die erste Wahl. Gaskocher haben den Nachteil, dass sie bei Minustemperaturen nicht funktionieren (Buttangas bleibt flüssig). Spirituskocher sind bedingt wintertauglich, da sie bei kalten Temperaturen schwer zu zünden sind und lange zum Aufheizen brauchen. Um das Anzünden des Spiritus zu vereinfachen, kann man diesen vorher in der Jacke oder im Schlafsack aufwärmen. Streichhölzer zum anzünden nicht vergessen.

Thermoskanne

Unheimlich praktisch ist eine Thermoskanne oder Isolierkanne beim Camping im Winter. So muss man nicht jedes Mal Wasser warmmachen, sondern hat es bei Bedarf schon in der Thermos- oder Isolierkanne. Ideal um frischen Tee oder Kaffee zuzubereiten. (Thermoskannen auf Amazon.de)

Schneeschaufel

Sind größere Schneemengen zu erwarten, sollte im Zelt auch eine Schneeschaufen liegen. In Österreich und anderen schneereichen Ländern, können schnell Neuschneehöhen von 50 Zentimeter und mehr aufkommen. Da ist eine schnell greifbare Schneeschaufel ihr Geld allemal wert. Auch beim Aufbau des Winterzelts ist eine Schneeschaufel ein dankbarer Diener. Alternativ kann man auch einen Klappsparten verwenden. Dieser ist durch seine kleinere Abmessung leichter zu transportieren.

Zeltunterlage oder Footprints

Zeltunterlagen oder auch Footprints schützen das Zelt nicht nur im Sommer vor Schmutz und Feuchtigkeit, sie können im Winter auch die Bodenkälte reduzieren. Die meisten Zelthersteller haben Zeltunterlagen für ihre Zelte im Angebot. Für das Camping im Winter ist die Anschaffung einer Zeltunterlage oder Footprints durchaus zu überlegen, da so die unangenehme Bodenkälte ein wenig milder ausfällt. Auch mit einer Zeltunterlage, sollte man aber nicht auf eine ausreichend dicke Isomatte verzichten. (Zeltunterlagen: Link)

Tipps zum Winterzelt aufbauen

Damit das Zelten im Winter ein tolles Erlebnis wird, ist die Platzauswahl für den Zeltaufbau von großer Bedeutung. Der Platz für den Zeltaufbau sollte festen Untergrund haben und ist idealerweise Windgeschützt. Baut man das Zelt auf Schnee auf, empfiehlt es sich den Untergrund vor dem Aufbau festzutreten. Manche Winter-Camper graben ihr Zelt ein wenig ein, damit es besser vor Wind und Schnee geschützt ist.

Auch wenn man das Zelt nicht etwas im Schnee eingräbt, sollte man unbedingt darauf achten, dass alle Lücken geschlossen sind. Vor allem dass die Außenhülle wirklich so dicht wie möglich mit dem Boden abschließt. Hat das Zelt Schneelaschen umso besser. Eventuell kann man um das Zelt auch einen Schneewall aufbauen, um es besser vor Wind zu schützen.

Spezielle Schneeheringe oder Schneeanker

Spezielle Anforderungen gibt es auch an die Zeltheringe oder Schneeanker. Im Handel gibt es Eis- oder Schneeheringe. Als Faustregel kann man sagen, je größer der Hering desto besser. Schneeheringe sind aber recht groß, schwer und teuer. Eine günstige Alternative sind mit Schnee gefüllte Plastiktüten, die man im Schnee eingräbt. Verfestigt man den Schnee um die Schneesäcke noch mit den Füssen hat man eine stabile, leicht und vor allem feste Zeltbefestigung. Zum spannen von Zugseilen kann man auch Skistöcke tief in den Schnee stecken.

Nachdem das Zelt aufgebaut ist, kann man noch den Schnee unter der Apsis ausheben. So  erhält man im Vorzelt mehr Platz und kann bequem im sitzen Schuhe und Kleidung anziehen. Dieser Trick bietet sich auch dann an, wenn man das Zelt nicht im Schnee etwas eingräbt.

Zelten im Winter: Das richtige Zelt

Wer im Winter Zelten will, muss besonderes Augenmerk auf das Zelt legen. Bei Schnee und Schneetreiben sollte man darauf achten, dass das eigene Zelt auch wirklich für den Winter geeignet ist. Schließlich soll das Camping im Winter nicht an schlechter Ausrüstung scheitern.

Spezielle Zelte für den Winter

Grob lassen sich sich Zelte in Drei – oder Vier Saisonzelte unterscheiden.

Ein 3-Saisonzelt (oder Sommerzelt) ist, wie der Name schon sagt für drei Jahreszeiten geeignet: Frühling, Sommer und Herbst. Diese Zelte sind die am häufigsten verbreiteten Zelte. Sie bestehen in der Regel aus zwei Zelten, dem Innen- und Außenzelt. Das Innenzelt besteht meist aus leichten Moskitonetz. Diese drei Jahreszeitenzelte sind so aufgebaut, dass sie gut durchlüftet werden. Im Winter würde Schnee ins Zelt gelangen, da das Außenzelt nicht bis zum Boden gespannt ist.

Das 4-Saisonzelt hingegen hat ein Innenzelt, welches staubundurchlässig ist. Das Außenzelt wird bis zum Boden gespannt und ist bei manchen Zelten mit Schneelaschen ausgestattet. So wird verhindert, dass Schnee auch bei einem Schneesturm nicht ins Zeltinnere gelangt. Vier Jahreszeitenzelte sind in der Regel stabiler als die drei Jahreszeiten-Variante. So kann ein Winterzelt stärkere Windgeschwindigkeiten oder auch eine schwerere Schneedecke aushalten.

Unbedingt auf die Größe bei Winterzelten achten

Bei der Auswahl der Zeltgröße für Winterzelte, sollte man beachten, dass man im Winter einen höheren Platzbedarf im Zelt hat. Gepäck, Kleidung, Schlafsäcke sind großvolumiger als im Sommer und werden immer im Zelt gelagert. Ist ein Zelt im Sommer noch bequem für drei Personen geeignet, sollten man im Winter nicht mehr als zwei Camper einplanen.

Auch das Vorzelt oder die Apsis sollte groß genug sein, um dort Gepäck oder Ausrüstung wie bspw. Schuhe zu lagern. Alles was Nass oder voller Schnee ist, wird in der Apsis gelagert und kommt so nicht ins Zeltinnere.

Bevor man zum Winter-Camping aufbricht, sollte man unbedingt den Aufbau des Winterzelts üben. So das sichergestellt ist, dass man das Zelt auch im Schneetreiben oder sogar in einem Schneesturm  schnell und alleine aufgebaut bekommt.

Wohnmobile Ausstattung und Ausrüstung

Moderne Wohnmobile gleichen heute bereits kleinen Wohnungen. Sie verfügen über einen oder mehrere Schlafplätze, einen Wohnbereich und eine Küchenzeile. Auch Toiletten und Duschen sind bei gut ausgestatteten Wohnmobilen mit an Bord. Dies hat besonders den Vorteil, dass auch auf Zelt- und Campingplätzen nicht mit sanitären Gemeinschaftseinrichtungen vorlieb genommen werden muss.

Die Küchen in Wohnmobilen besitzen üblicherweise einen Kühlschrank und einen Kochherd. Darüber hinaus finden sich in den modernen „Ferienhäusern auf Rädern“ auch Spülmaschine, Mikrowelle und Backofen.

Im Wohnbereich warten die meisten Wohnmobile mit einem Fernseher auf, teilweise auch mit Video- oder DVD-Gerät. Dies ist vor allem bei schlechtem Wetter ein großer Vorteil.

Wohnmobile gibt es heute für jeden Anspruch und jedes Budget. Je mehr Komfort gewünscht wird, umso hochwertiger ist die Ausstattung, umso höher jedoch auch der Preis – sowohl im Kauf, ob nun gebraucht oder neu, als auch in der Miete von Wohnmobilen.

Ein Stromanschluss sollte zur Nutzung von Kühlschrank, Herd, und weiteren elektrischen Geräten auf alle Fälle vorhanden sein. Alternativ gibt es mittlerweile auch Wohnmobile, die mit Solarzellen auf dem Dach ausgerüstet sind, und damit auch ohne Stromanschluss Energie liefern. Eine Klimaanlage sorgt unterdessen dafür, dass auch im Sommer angenehme Temperaturen im Wohnmobil herrschen.

Wohnmobile mit Markise bieten im Sommer auch ein schattiges Plätzchen im Freien. Wer viel Gepäck mit sich führt und unterwegs sein Fahrrad dabei haben möchte, ist mit einem Wohnwagen mit Fahrradträger gut bedient.

Welche Ausrüstung beim Wohnmobil gefordert wird, hängt nicht nur vom Budget und der Anzahl der Personen ab, sondern letztendlich auch von der Art des Urlaubs. Werden gute Campingplätze angesteuert, ist sicherlich weniger an Ausrüstung notwendig als bei einer Tour mitten durch die Natur.

Wohnmobile mieten

Verreisen mit dem Wohnmobil eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Statt einem festen Urlaubsort kann die Reiseroute ganz flexibel gestaltet werden – und das Gefühl von Freiheit, Abenteuer und Unabhängigkeit kommt wohl bei keiner anderen Urlaubsform so deutlich hervor wie mit dem Wohnmobil.

Wer den Urlaub im mobilen Heim erst einmal ausprobieren möchte oder nur sporadisch mit dem Wohnmobil unterwegs ist, wird sich in aller Regel nicht gleich für den Kauf ob eines neuen oder gebrauchten Wohnmobils entscheiden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wäre hier völlig unangemessen.

Vielmehr lohnt es sich, auf die attraktiven Mietangebote zahlreicher Caravan-Vermieter zuzugreifen. Hier beginnen die Kosten bei  rund 50 Euro pro Tag – eine günstige Alternative also für all diejenigen, für die der Kauf eines Wohnmobils nicht in Frage kommt.

Natürlich ist der Preis für das Mieten eines Mobilheims von verschiedenen Faktoren abhängig – allen voran von der Größe des Fahrzeugs, dem gewünschten Komfort und der Ausstattungsqualität sowie der geplanten Reisezeit.

Darüber hinaus unterscheiden sich auch die Preise der verschiedenen Anbieter teilweise erheblich – es lohnt sich deshalb durchaus, mehrere Angebote einzuholen, bevor man den Mietvertrag für ein Wohnmobil unterschreibt.

Sprit und Betriebskosten sind in der Regel nicht im Mietpreis für Wohnmobile enthalten. Doch bei der Kilometerleistung sowie dem Versicherungsschutz sind ebenfalls Unterschiede zwischen den einzelnen Vermietungsstationen festzustellen.

Wer im Internet nach passenden Mietangeboten für Mobilheime sucht, sollte sich auch über das Platzangebot und die Raumaufteilung zuvor genau informieren. Viele Vermieter geben einen Grundriss heraus, aus dem die Größenverhältnisse ersichtlich sind.

Je früher man sich um das Anmieten eines Wohnmobils kümmert, umso besser stehen die Chancen, das gewünschte Fahrzeug zur jeweiligen Reisezeit zu erhalten. Erfahrungsgemäß sind gerade in der Hauptsaison im Sommer die Reisemobile schnell ausgebucht. Zwar gibt es auch kurzfristig oftmals noch Mietangebote – doch die entsprechend dann meist nicht dem gewünschten Komfort und der erhofften Ausstattung.

Für Einsteiger in Bezug auf den Wohnmobilurlaub ist es ratsam, ein Modell auszusuchen, das klein und wendig ist. Einige Mietstationen bieten auch die Möglichkeit an, vor dem Verleih ein kostenloses Fahrtraining zu absolvieren, um ein Gefühl für die Steuerung eines Wohnmobils zu bekommen.

Kauf von gebrauchten Wohnmobilen

Ein eigenes Wohnmobil schafft im Urlaub völlige Unabhängigkeit vom Wohnort und ermöglicht es, auch einmal ganz spontan wegzufahren. Wer sich kein neues Wohnmobil leisten kann, muss den Traum vom eigenen Urlaubsgefährt nicht aufgeben – auch gebrauchte Wohnmobile sind heute in allen möglichen Qualitäts- und Preisstufen zu finden, und stellen eine gute Alternative zu neuen Fahrzeugen dar.

Schon zu verhältnismäßig günstigen Preisen kann oftmals über Händler oder private Annoncen ein gut ausgestattetes Wohnmobil in gutem Zustand gefunden werden. Empfehlenswert ist der Kauf über einen Händler – der Vorteil besteht darin, dass dieser in aller Regel eine Garantie auf das gebrauchte Wohnmobil gibt, die eine Laufzeit von mindestens einem halben Jahr besitzt.

Darüber hinaus werden Wohnmobile aus zweiter Hand bei zahlreichen Händlern von einem Gutachter geprüft, bevor sie wieder in den Verkauf gehen. Damit kann man sich sicher sein, dass keine versteckten Mängel zu finden sind.

Hinzu kommt, dass auch für gebrauchte Wohnmobile beim Fahrzeughändler oftmals eine Finanzierung vereinbart werden kann. Dann kann das Wunsch-Reisemobil in bequemen monatlichen Raten abbezahlt werden.

Sollte dennoch ein attraktives Angebot einer Privatperson in Betracht kommen, so ist es ratsam, das Wohnmobil vor dem Kauf selbst bei einer Prüfstelle wie der Dekra oder dem TÜV vorzuführen und es auf eventuelle Mängel hin kontrollieren zu lassen. Dies kostet zwar eine Kleinigkeit – doch die Investition lohnt sich, bevor später böse Überraschungen ans Licht kommen. Eine Probefahrt sollte einem Kauf auf jeden Fall vorausgehen.

Bei der Begutachtung, sollten alle elektrischen, wasser- oder gasführende Geräte und Armaturen überprüft werden. Gehen alle Schränke auf, wie sieht es mit Sonderfunktionen aus? Gibt es Risse in den Fenstern oder den Wänden? Wie ist der technische Stand des Fahrzeugs? Dies alles sind nur einige Fragen, die man vor dem Kauf eines gebrauchten Wohnmobils beantworten sollte.

Nicht nur der technische und äußere Zustand sollte beim Kauf von gebrauchten Wohnmobilen eine Rolle spielen – auch auf die Innenausstattung solle geachtet werden. Auch hier sollten wichtige Einrichtungsgegenstände auf Funktionalität und Qualität geprüft werden.

Vorgefertigte Kaufverträge, wie sie beispielsweise über den ADAC oder von Rechtsschutzversicherungen – oftmals kostenlos im Internet oder direkt in den Geschäftsstellen – zur Verfügung gestellt werden, beinhalten alle wichtigen Punkte. Damit ist der Käufer auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Sollte der Verkäufer einen selbst erstellten Kaufvertrag zur Unterschrift vorlegen, so sollte der Käufer zuvor zumindest über die wichtigsten Inhalte eines Kaufvertrages informiert sein.

Zu beachten ist außerdem, dass bei der Zulassungsstelle stets eine gültige TÜV- sowie HU-Bescheinigung vorzulegen ist, die noch mindestens für den Zeitraum von einem Jahr Gültigkeit besitzt. Auch die Frage ob das Wohnmobil eine Umweltplakette erhält, ist von zunehmender Bedeutung, da immer mehr Städte Umweltzonen ausschildern. Hat das Wohnmobil eine ungünstige Schadstoffklasse, ist es vielleicht nicht berechtigt eine Umweltplakette erhalten und darf deswegen nicht in eine ausgezeichnete Umweltzone fahren. Bei den meisten Caravans kann man die Berechtigung für eine Feinstaubplakette anhand der Emissionsklasse im Fahrzeugbrief bei TÜV oder Zulassungsstelle erfragen.

Camping in Südamerika (Interview)

Für viele Urlauber ist Südamerika ein unheimlich faszinierendes und abwechslungsreiches Reiseziel. Leider gibt es über Lateinamerika nicht so viele Reiseinformationen aus erster Hand. Martin von Lateinamerika-Reisemagazin.com leistet hier gute Arbeit, diesen Umstand zu beseitigen.

In seinem Weblog informiert er regelmäßig über seine Wahlheimat. Dabei geht es nicht nur um Individualtourismus, sondern auch um Nachrichten aus Lateinamerika generell.

Auf die Anfrage, ob er ein paar Fragen rund um das Thema Camping in Südamerika beantworten würde, hat er direkt bereitwillig zugesagt. An dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön dafür. Nachfolgend nun das Interview.

Stell dich doch bitte kurz vor

Hallo mein Name ist Martin ich werd bald 50 und bin seit 10 Jahren auf Reisen. 3 Jahre auf den Philippinen (irre schön) und 2 Jahre in Thailand waren die ersten Stationen. Zuerst war ich im Tauchgeschäft tätig und danach im Trekkingbusiness.

Doch in Asien ist das so eine Sache mit den Visas, und wenn du dann noch eine Familie hast, kanns richtig ekelhaft werden. Na ja irgendwann sind wir dann nach Südamerika und da genau nach Uruguay.

Warum? Kaum Korruption,relativ sicher und dann die Nähe zu Brasilien, Paraguay und Argentinien, ach ja und Chile. In dieser Ecke bekommst du alles an Geographie geboten, was die Erde nur hergibt, und du bist mit einem Pass ähnlich wie in der EU Mitglied des Mercosur.

Kannst du Camping in Argentinien und Uruguay empfehlen, oder sollte man lieber ins Hotel? (eigentlich eine doofe Frage)

Das ist keine doofe Frage, weil hier nicht das Hotel, sondern das Hostal (eine Art Jugendherberge) für die Backpacker die Alternative ist. Ich war gerade an der Atlantikküste in Uruguay campen. Da musst du in einem richtig schönen Touristenort für ein Bett in einem Schlafraum bis zu 25 Dollar hinlegen. Ich zelte da lieber für 3 Euro. Manche der Zeltplätze sind sogar überdacht, so was hab ich bisher noch nie gesehen.

Benötigt man besondere Campingausrüstung?

Die notwendige Ausrüstung hängt davon ab wo du hin willst und zu welcher Jahreszeit. Im Herbst (April Mai usw.) da wird es im tiefen Süden schon krass. Damit mein ich kalt, windig und feucht. Mit einem Billigzelt brauchst du da nicht hin, da benötigt man schon ein vernünftiges Zelt. Stell dir vor, du würdest im Herbst in die Alpen oder an die Nordsee. Weiter im Norden (Atacamawüste) wirds dann richtig heiss. Man muss für alles gerüstet sein.

In Europa wird Zeltcamping immer seltener. Gibt es diesen Trend auch in Südamerika?

Also das kann ich hier nicht sagen. Die Jugendlichen ziehen in den Sommermonaten mit einem kleinen Rucksack und ner Gitarre in die Badeorte oder auch in die Bergregionen der Anden. Denen wäre eine Hostal viel zu teuer. Das ist was für Ausländer.

Gibt es besondere Regeln auf die man achten sollte?

Ne eigentlich nicht. Die Regeln sind überall gleich. OK mit der Lautstärke nehmen sie´s nicht so genau, Gitarren und Gesang gehören dazu, aber dafür sind die Campingplätze zuweilen gigantisch. Der letzte hatte 3 km Strand und 200 Besucher. Da triffst du niemanden wenn du nicht willst.

Für Leute die in Argentinien oder Uruguay mit dem Wohnmobil oder
Wohnwagen campen wollen: Wie ist die Infrastruktur von Vermietern?

Also ich seh hier in meinem Heimatort des öfteren Wohnmobile durchfahren meist jedoch Ausländer, die das längerfristig machen. Erkennt man an der Ausrüstung.

Das schöne ist, du kannst überall hin. Es gibt fast keine Einschränkungen. Und Platz, unendlich viel Platz. Die Campingplätze haben was ich bisher gesehen hab, durchweg einen guten bis superguten Standart, manche mit Küche und bunt gekachelten Duschen und Bädern. Es gibt natürlich auch die echt urigen Plätze, aber ich glaub in manchen abgelegenen Regionen (Südchile) passt das auch gut. Da darf man nicht zuviel erwarten. Campen ist ja nicht unbedingt was für Weicheier.

Wie sieht die Sicherheitslage für Camper in Lateinamerika aus?

Nun ja, mir ist noch nichts passiert. Uruguay ist supersicher, auf den Campingplätzen passiert eigentlich kaum was. Das Problem liegt wohl eher in den Grossstädten. Wenn man ein paar simple Grundregeln beachtet, kann man aber auch dort das Risiko beträchtlich vermindern. Eine Freundin von mir war gerade in Kolumbien, die fühlte sich allein dort sicherer, als in ihrer Heimatstadt Buenos Aires.

Welche Jahreszeit ist besonders zum Campen in Südamerika geeignet?

Alle, kommt halt immer drauf an was man will und wie hart oder weich man ist. Ich würde die Hauptsaison vermeiden, da ist die Hölle los und ein Platz fast nicht zu bekommen. Die Saison kann ich nicht genau eingrenzen, da Brasilien allein schon den Rahmen spenden würde. Grob gesagt jedoch ab Weihnachten bis Mitte Februar.

Sind Rucksacktouren zu empfehlen und was sollte man dabei beachten?

Natürlich, wenn nicht hier wo denn sonst. In Chile sind sie gerade dabei die längste Trekkingroute der Welt zu „bauen“. (http://lateinamerika-reisemagazin.com/2009/02/19/die-langste-trekkingroute-der-welt/).

7.500 km von Nord nach Süd, durch die Anden von Feuerland, bis zu den Wüsten und am Pazifik entlang. Was darfs denn sonst noch sein? Die Tour soll bis 2012 komplett fertig sein. Teilstücke gibts schon. Beachten braucht man gar nichts. Eine gute Ausrüstung für die unterschiedlichen Klimaverhältnisse und viel Zeit.

In kaum einem europäischen Land darf man noch wild Campen. Wie ist da die Lage in Argentinien und Uruguay?

Wild Campen ist kein Problem. Jetzt im Sommer (ab Dezember bis April) haust dich einfach irgendwo an den Strand oder in die Büsche, hier sagt man logischerweise auch Pampa oder Campo. Angel raus oder Essen mitnehmen (immer ratsam). Nerven wird dich keiner.
Problem ist die Trockenheit und das Brandrisiko, hier sollte man sehr vorsichtig sein, da können die Verantwortlichen richtig böse werden.

Welches Land bietet sich eher für jemanden an, der noch nicht in Südamerika gecampt oder Urlaub gemacht hat?

Ich rede mal hier von der Südecke. Aber ehrlich gesagt gibts da wenig Unterschiede. Chile ist einsame Spitze, Argentinien auch. Paraguay, na ja da musst du dich schon besser auskennen, so viel gibts da nicht. Uruguay ist sicher und hat die schönsten Strände und viel Nightlife – aber nur im Sommer, sonst ist alles tot.

Es ist ganz einfach von einer Ecke in die andere zu fahren. Das klappt ohne Probleme. Bequeme Langstreckenbusse durchziehen die riesigen Länder und die touristische Infrastruktur ist vom Feinsten. Und wer´s hart und urig will, der findet auch das. Ein Land herausheben, ne das kann ich nicht.

Was sind die drei Dinge, die man in Südamerika auf keinen Fall machen sollte?

Ich hab auf meiner Webseite über das Thema schon mehrere Artikel verfasst. Aber irgendwie sind es immer die gleichen Dinge, die es auch weltweit zu beachten gilt.

  • Iss nicht von der Strasse (Rache des Montezuma)
  • geh nicht allein in abgelegene Stadtviertel
  • trau nicht gleich jedem.

Aber soviel ist das nicht. Die Leute sind unwahrscheinlich hilfsbereit.

Sicherlich ist es sinnvoll Spanisch zu sprechen, aber kommt man auch mit Englisch oder Deutsch weiter?

Das scheint zu klappen. Deutsch eher weniger, obwohl es in allen Ländern richtige deutsche Kolonien gibt. Aber ehrlich gesagt muss ich da nicht hin. Englisch klappt auf jeden Fall, aber man sollte sich keine Sorgen machen. Die Preise sind angeschrieben, und die Leute leben vom Tourismus und werden sich alle Mühe geben zu helfen.

Alle Bilder in diesem Beitrag unterliegen dem Urheberrecht und wurden freundlicherweise von lateinamerika-reisemagazin.com für diesen Beitrag zu Verfügung gestellt.