Kaffee und Tee beim Camping

Auch beim Camping muss man nicht auf eine Tasse Kaffee oder Tee verzichten. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten an frisch aufgebrühten Kaffee oder Tee auch beim Campen zu kommen.

Kaffeemaschinen und Wasserkocher

Einfach haben es hier sicherlich Wohnwagen- oder Wohnmobilbesitzer mit einem Gasherd. Aber auch eine Kaffeemaschine ist weniger ein Problem, denn die meisten Campingplätze bieten auf den Stellplätzen einen Stromanschluss für Wohnwagen und -Mobile an.

Alternativ gibt es auch Kaffeemaschinen oder Wasserkocher mit 12 Volt-Anschluss, die auch im Zigarettenanzünder des eigenen Autos eingesteckt werden können. So kommt man schnell in den Genuss von frisch aufgebrühten Kaffee oder Tee.

Wasser mit dem Campingkocher erhitzen

Zeltcamper, die auf einem Platz ohne Stromanschluss campen und auch keinen 12 Volt-Anschluss haben, können das Tee- oder Kaffeewasser bequem auf einem Campingkocher aufkochen. Viele Spirituskocher haben sogar einen passenden Wasserkessel im Zubehör, so kann das Wasser stilecht aufgekocht werden.

Der Camper muss sich nur entscheiden, ob er lieber Filterkaffee aufbrüht, einen Kaffeebereiter (Link) nutzt oder mit löslichem Kaffeepulver arbeiten will. Gerade beim löslichen Kaffeepulver hat es in den letzten Jahre eine Fülle neuer Geschmacksrichtungen gegeben. So gibt es nun auch Cappuccinopulver zu kaufen. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Espressokocher

Ein Klassiker beim Camping und auf dem Campingplatz ist sicherlich auch die Caffettiera, auch Espressokocher oder Espressokanne  genannt (Link). Diese lässt sich problemlos auf den meisten Campingkochern betreiben. Aufpassen sollte man nur das der Holz- oder Kunststoffgriff nicht verbrennt, das passiert durch die Flammen von Gas-, Benzin- oder Spirituskochern schnell.

Einige Hersteller haben den Trend der Zeit erkannt und bieten mobile Camping Espressomaschinen an. Da man beim Camping aber meist keinen Kaffeevollautomaten oder Siebträger mitnehmen kann, sind dies meist Hand-Espresso-Systeme (Link). Mit etwas Übung kann man hier einen italienischen Espresso zaubern. Diese mobilen Espressomaschinen sind in der Anschaffung aber meist teurer als die einfache Espressokanne. Das Wasser muss bei diesen Geräten separat erhitzt werden.

Kaffeekocher mit Trockenbrennstoff

Im Handel finden sich auch Kaffeekocher, die mit Trockenbrennstoff angetrieben werden.  Mit diesen mobilen Kaffeekochern lässt sich auch heißes Wasser für Tee oder ähnliches aufkochen.

Fazit

Auf Kaffee oder Tee muss man also auch beim Camping nicht verzichten. Je nachdem wie viel Platz man für Gepäck und Ausrüstung hat, bieten sich verschiedene Systeme an. Am problemlosesten sind sicherlich das aufkochen von Wasser auf dem Campingkocher oder die Verwendung eines Espressokochers.

Camping Vorurteile

Camper haben nicht selten mit Vorurteilen, Klischees und Stereotypen zu kämpfen. Teilweise angefacht wird dies durch die mediale Berichterstattung, besonders das Fernsehen scheint dazu zu neigen, Camper und Camping in ein besonders einseitiges Licht zu rücken. Aber was ist an den Vorurteilen dran? Welche Klischees gibt es und wie sieht der stereotypische Camper aus?

Nachfolgend einige verbreitete Vorurteile und Klischees über Camping und Camper:

Camping ist ein billiger Urlaub

Das Camping immer billig ist, stimmt schon lange nicht mehr. Viele Campingplätze haben höhere Platzgebühren als manches Hotel Zimmerpreise. Gerade in begehrten Urlaubsregionen sind Stellplätze alles andere als günstig. Sicherlich kann man mit etwas Planung günstig campen, aber das Camping viel günstiger ist als ein Pauschalurlaub im Hotel ist ein nicht haltbares Vorurteil.

Camper können sich kein Hotel und keine normalen Urlaub leisten

Wie bereits erwähnt ist Camping nicht unbedingt günstiger als Pauschalurlaub, es muss also einen anderen Grund haben, warum so viele Menschen lieber Campen. Vielleicht liegt es an der frischen Luft, vielleicht an der Flexibilität des Campings. Vielleicht mögen viele einfach nicht in einer Hotelanlage wohnen, die im Prospekt besser ausschaut als in Wirklichkeit. Die Gründe fürs Camping sind vielschichtig.

Camping hat wenig mit Luxus zu tun und ist eher ein einfacher Urlaub

Ähnlich wie beim Hotelurlaub, bestimmt man auch beim Campingurlaub selbst für wie viel Komfort und Luxus man bereit zu zahlen ist. Es gibt Wohnmobile und Wohnwagen, die stellen von der Ausstattung viele Hotelzimmer in den Schatten. Auch viele Campingplatzbetreiber bieten immer mehr für ihre Camper an. Pool, Sauna, Fitness, Wellness und Spa haben auch auf Campingplätzen Einzug genommen.

Camper sind eher älter

Die Frage ist doch älter als was? Älter als Hotelurlauber in der gleichen Region? Nein, das kann auf jedem Campingplatz schnell widerlegt werden. Familien und junge Paare finden sich ebenso unter den Campern wie andere Altersgruppen. Hier ist kein Unterschied zu anderen Urlaubsarten festzustellen.

Camping ist doch was für Kulturmuffel und Volldeppen

Dieses Klischee wird von einschlägigen Fernsehsendungen oder Dokumentationen forciert, in denen Camper nicht wirklich gut wegkommen. Bierflasche in der einen Hand und die Fernbedienung fürs Sat-TV in der anderen und am besten noch sinnentleerte Kommentare geben. Wer schon einen Urlaub auf einem Campingplatz verbracht hat, wird schnell merken, dass das nicht der Realität entspricht.

Dauercamper lieben Kartenzwerge

Was soll man dazu schreiben? JA, alle Dauercamper und ich meine wirklich alle, ohne Ausnahme, lieben Gartenzwerge in allen Variationen. Es gibt keinen Dauercamper, der keinen Gartenzwerg aufgestellt hat, wirklich keinen. ;-)

Wild Zelten in Europa

Wildes Zelten in Europa und im Ausland ist in den meisten Ländern verboten – oder nur unter der Erfüllung bestimmter Auflagen erlaubt.

Lediglich in den skandinavischen Ländern Norwegen und Schweden sowie in Schottland gestattet das so genannte „Jedermannsrecht“ unter speziellen Voraussetzungen das Campen auf unkultiviertem Land – auch dann, wenn es Privateigentum darstellt.

Zu den Bedingungen gehört beispielsweise, dass keine Abfälle zurückgelassen werden und der Platz so verlassen wird, wie er ursprünglich vorgefunden wurde. Bei einer Entfernung von weniger als 150 Metern zu einem bewohnten Haus muss der jeweilige Bewohner um seine Einwilligung zum Campen gebeten werden.

Insbesondere in Italien und Frankreich drohen beim wilden Campen, das größtenteils verboten ist, hohe Strafen. Wildcamper werden hier auch streng geahndet.

Wer dennoch auf das Abenteuer Wildzelten nicht verzichten möchte, muss kreativ werden – und beispielsweise auf Bauernhöfen oder in Gaststätten höflich anfragen, ob eine Übernachtung auf dem Grundstück möglich ist. Viele Menschen erweisen sich als äußerst gastfreundlich und lassen den Campingurlauber bei sich nächtigen.

Sinnvoll ist es, seine Bleibe bereits tagsüber zu suchen. Nach Anbruch der Dunkelheit wird es schwer, einen geeigneten Platz zu finden. Zudem ist das wilde Zelten in der Nebensaison einfacher als in Haupturlaubszeiten – sind nur noch wenige Touristen vor Ort, wird das wilde Campieren deutlich öfters geduldet als in der Hauptsaison.

Camping im Ausland

Deutschland ist ein beliebtes Camping-Urlaubsdomizil. Doch auch im Ausland locken zahlreiche attraktive Campingplätze jährlich viele Urlauber an und begeistern durch eine schöne Lage, gute Ausstattung und die Nähe zu Kulturhochburgen und faszinierenden Städten und Naturgebieten.

Wer im Ausland campen möchte, sollte jedoch einiges beachten. So ist beispielsweise wildes Campen in vielen Ländern Europas verboten – nur auf ausgewiesenen Campingplätzen kann übernachtet werden.

Lediglich in Österreich, Italien und Spanien ist es erlaubt, einmalig mit dem Wohnwagen am Straßenrand oder auf einem öffentlichen Parkplatz zu übernachten. Allerdings existieren auch hier teilweise regionale Einschränkungen.

In Ländern wie Griechenland, Tschechien, Ungarn, Kroatien oder auch Portugal sind Übernachtungen im Wohnmobil oder Wohnwagen außerhalb von ausgeschriebenen Campingplätzen grundsätzlich verboten. Bei Nichtbeachtung können finanzielle Folgen drohen.

Es ist also von Vorteil, sich bereits im Vorfeld über die Campingplätze der jeweiligen Region zu erkundigen und diese vor Ort anzusteuern. So entgeht man auch weitgehend der Gefahr von Diebstählen, die insbesondere bei Übernachtungen auf Rastplätzen oder Parkplätzen auf den Hauptreiserouten vorkommen. Ein bewachter Campingplatz oder ein ausgewiesener Stellplatz in Stadtnähe ist allemal sicherer.

Camping- und Stellplätze im Ausland lassen sich im Internet, oder auch über spezielle Reiseführer, wie beispielsweise den ADAC-Stellplatzführer herausfinden.

Bei Campingaufenthalten im Ausland sollte außerdem  mit Problemen beim Umtausch von Gasflaschen gerechnet werden. Während sich in Deutschland die grauen 5- oder 11kg-Gasflaschen ohne Probleme auf dem Campingplatz oder im Campinghandel umtauschen lassen, können deutsche Fabrikate im Ausland oftmals nicht umgetauscht und befüllt werden.

Es ist deshalb ratsam vor der Abreise genügend Gas zu erwerben und auf die Reise mitzunehmen. Der ungefähre Verbrauch lässt sich im Voraus ausrechnen. Die Verbrauchszahlen der einzelnen Geräte, die Gas benötigen, finden sich in der Regel in den Betriebsanleitungen wieder. Ein Rechenbeispiel findet sich auch im Beitrag zu Campinggaskochern.

Natürlich hängt es letzten Endes aber auch vom persönlichen Verbrauch ab, wie lange der Inhalt einer Gasflasche hält. Im Winter muss mit einer Gasheizung logischerweise mit einem höheren Gasverbrauch gerechnet werden als in den Sommermonaten. Wer normal kocht und ansonsten nur den Kühlschrank mit Gas betreibt, kommt mit einer 11- sowie einer 5-kg-Gasflasche rund drei bis vier Wochen aus.

Vor der Fahrt mit dem Wohnmobil ins Ausland sollte das Fahrzeug genau unter die Lupe genommen werden. Die Belastbarkeit des Wagens sollte ebenso geprüft werden wie die einwandfreie Technik und Bordelektronik.

Camping im Ausland kann durchaus Spaß machen – allerdings sollte man sich von seinem Campingplatz nicht allzu viel landestypisches Flair erhoffen. Meist sind viele deutsche Urlauber hier vorzufinden, und auch die Reiseveranstalter sind oftmals deutsch. Um das Urlaubsland kennenlernen zu können, müssen dann schon Ausflüge in die Umgebung gemacht werden.

Bevor es mit dem Camping im Ausland losgeht, sollte man noch unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Diese Versicherung schützt vor den teils sehr Hohen Folgekosten von Krankheiten im Ausland und sollte für alle Camper abgeschlossen werden. Interessant sind hier auch die Familien-Auslandskrankenversicherungen.

Igluzelte

Igluzelte sind insbesondere wegen ihres geringen Gewichtes und Packmaßes sehr gefragt. Sie lassen sich mühelos im Rucksack verstauen und überall hin mitnehmen. Sie eignen sich deshalb auch insbesondere für Rucksacktouristen, Motorradfahrer oder als Kinderzelt.

Viel Platz bieten die meisten Igluzelte allerdings nicht. Es stellt vielmehr eine einfache Übernachtungsmöglichkeit mit Unterstellplatz für das Gepäck dar – nicht aber einen längerfristigen Wohnraum für anspruchsvolle Camper. Nichtsdestotrotz erweisen sich Igluzelte als gute Isolatoren, und halten Wind und Regen zuverlässig ab.

Die leichten Zelte verfügen meist über ein Glasfasergestänge und eine Außenwand aus Nylon oder Polyester. Je nach Qualität des Igluzeltes kann die Außenwand ein- oder auch doppelwandig sein gegen UV-Strahlung schützen. Darüber hinaus besitzen die strapazierfähigen Igluzelte in der Regel einen wasserfesten Polyurethan-Boden, der auch bei Regenwetter einiges aushält.

Empfehlenswert ist es, das Igluzelt hin und wieder zu imprägnieren, damit es in gutem Zustand bleibt und auch längere Zeit zuverlässig vor Feuchtigkeit und Nässe schützt.

Generell erfreuen sich Igluzelte (nicht Iglozelte) einer langen Lebensdauer. Sie gelten als äußerst robust und stellen sich jeder Wetterlage. Größere Modelle verfügen über einen zweiten Eingang und bieten in zwei Räumen genügend Platz zum Schlafen und Verstauen von Gepäckstücken.

Igluzelte sind vom Typ her Kuppelzelte. Da Igluzelte aber häufig zu günstigen Preisen in Supermärkten und Kaufhäusern angeboten werden, werden sie eher als günstige Alternative zu Kuppelzelten gehandelt. Die Begriffe Kuppel- und Igluzelt können aber synonym verwendet werden.

Auslandskrankenversicherung

Für den Aufenthalt im Ausland wird auf alle Fälle der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung auch für Camper empfohlen. Denn wer außerhalb Deutschlands erkrankt und eine medizinische oder zahnärztliche Versorgung benötigt oder gar ins Krankenhaus eingeliefert wird, muss mit hohen Kosten rechnen.

Zwar gibt es von der gesetzlichen Krankenkasse auch einen Versicherungsschein fürs Ausland – doch der reicht oftmals nicht aus. Erstattet wird nur das, was im jeweiligen Land auch den dortigen Einwohnern gewährt wird – und das ist oftmals wesentlich weniger als in Deutschland.

Medikamente, zahnmedizinische Behandlungen oder auch ein Not-Transport mit dem Rettungshubschrauber ins nächste Krankenhaus werden kostenmäßig nicht übernommen. Bei Inanspruchnahme von Privatärzten oder Privatkliniken im Ausland werden ebenfalls keine Kosten erstattet. Der Rücktransport nach Deutschland wird von einer deutschen Krankenversicherung generell nicht getragen. Dabei können gerade diese Kosten teuer zu Buche schlagen – über 10.000 Euro sind hier keine Seltenheit.

Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung lohnt sich also – und ist bereits ab wenigen Euro jährlich möglich.

Vor der Entscheidung für einen Versicherungstarif sollten die einzelnen Angebote genau miteinander verglichen und die Vertragskonditionen genau geprüft werden. Teilweise beschränken die Versicherungsgesellschaften die Absicherung auf bestimmte Länder, oder schränken Leistungen ein. Einige Tarife werden auch mit Selbstbeteiligung abgerechnet.

Für Langzeitcamper ist außerdem wichtig, dass der über die Auslandskrankenversicherung abgedeckte Zeitraum lang genug ist. Die versicherte Reisedauer kann 30, 45, 60 oder auch mehr Tage pro Reise betragen.

Zu beachten ist in diesem Falle auch, ob der versicherte Zeitraum bei einer auftretenden Erkrankung verlängert wird – ansonsten ist die Versicherung im Prinzip nicht wert, wenn der Versicherte zum Ende des Campingaufenthaltes erkrankt. Langzeitversicherungen sind beispielsweise auch über den ADAC günstig zu erwerben.

Mit dem richtigen Krankenversicherungsschutz kann der Campingurlaub auch im Ausland unbeschwert genossen werden. Die geringen Kosten der Auslandskrankenversicherung sollte daher kein Camper scheuen. Auslandskrankenschutz für die ganze Familie gibt es bei diversen Anbietern schon um die 25 Euro für ein ganzes Jahrs. Einzelpersonen zahlen um die 13 – 15  Euro für den gleichen Zeitraum.

Familienzelte

Familienzelte kommen häufiger auf Campingplätzen zum Einsatz. Sie sind eine beliebte Alternative oder auch Ergänzung zu Wohnmobilen und eignen sich aufgrund ihres großzügigen Raumangebots auch für größere Familien oder Gruppen.

Familienzelte bieten in der Regel Platz für vier bis acht Personen – und nehmen dabei beim Transport nicht mehr Platz weg als zwei klassische Zelte. Häufig besitzen sie einen Hauptraum direkt nach dem Eingang, sowie zwei Schlafkammern auf der linken und rechten Seite. Der Hauptraum hat meist Stehhöhe, sodass mühevolles Bücken und Ducken darin entfällt.

Während früher überwiegend Kuppel- oder Steilwandzelte als Familienzelte zum Einsatz kamen, so greifen heute immer mehr Camper auch zur Tunnelform.

Das Gewicht eines Familienzeltes ist im Vergleich zu kleineren Zelten natürlich höher. Allerdings sind die Gewichtsunterschiede zwischen den einzelnen Modellen auch relativ groß – das Angebot beginnt etwa bei 8-kg-Zelten und reicht bis zu knappen 20 kg Gewicht. Im Schnitt bringen Familienzelte rund 12 kg auf die Waage. Zelte mit Aluminiumgestänge sind deutlich leichter als solche, die ein Gestänge aus Fiberglas oder anderen Materialien besitzen.

Wie leicht der Aufbau eines Familienzeltes gelingt, hängt ebenfalls vom Gestänge ab. Parallel verlaufende Gestänge, wie sie bei Tunnelzelten zu finden sind, sind wesentlich einfacher aufzubauen als solche, bei denen sich die einzelnen Stangen kreuzen – dann werden häufig zumindest zwei Personen benötigt, um das Zelt aufzustellen.

Empfehlenswert sind Familienzelte, die über mehrere Fenster verfügen und dadurch gut belüftet werden können. Auch zwei Eingänge vereinfachen die Belüftung des Zelts, ebenso wie ein atmungsaktives Material des Innenzelts. Ein Sonnensegel vor den Eingängen bietet eine angenehm schattige Sitzmöglichkeit im Freien und sorgt garantiert für viele gemeinsame, vergnügte Stunden auf dem Campingplatz.

Zelt ohne Heringe aufbauen

Um ein Zelt optimal zu befestigen und vor Sturm zu sichern, verlangt jeder Bodentyp seinen eigenen Heringtyp. Ein Sandboden zum Beispiel stellt andere Anforderungen an den Hering als ein fester Boden.

Für sehr harte und steinige Böden gibt es spezielle Zeltpflöcke, Erdnägel oder Heringe aus sehr robuste Materialien wie verzinkter Stahl oder spezielle Aluminium- oder Magnesiumlegierungen. Mit einem Gummihammer bekommt man diese Heringe und Erdnägel in die meisten Böden geschlagen.

Was aber tun wenn man absolut keinen Hering in den harten Boden oder gar Steinboden geschlagen bekommt? Oder wenn man die Heringe einfach vergessen hat? Dann ist Kreativität zur Windsicherung des Zeltes gefragt.

Nachfolgend ein paar Möglichkeiten das Zelt auch ohne Heringe vor Wind zu schützen:

Spannschnüre am Stamm von Bäumen oder Sträuchern befestigen. Allerdings sollte man darauf achten, die Schnurr so tief wie möglich am Stamm zu befestigen, dass das Zelt nach unten gezogen wird.

Zeltleinen mit schweren Steinen befestigen.

Mit provisorischen Sandsäcken, stabile Einkaufstüte mit Sand oder Erde füllen, lassen sich ebenfalls Heringe ersetzen. Verwendet man feuchten Sand wird der Sandsack noch schwerer.

Du hast eine andere Idee oder Erfahrung wie man ein Zelt ohne Heringe fixieren und sichern kann? Dann schreib einfach einen Kommentar mit deinem Tipp. Die Besten Tipps werden dann in die obige Liste aufgenommen.Zelt

Trekkingzelte

Trekkingzelte sind Zelte, die auch extremen Bedingungen standhalten können. Sie zeichnen sich zudem durch ihr verhältnismäßig leichtes Gewicht und ihr geringes Packmaß aus – was beispielsweise bei einer Bergtour wichtige Kriterien sind. Trekkingzelte für zwei Personen sind meist schon ab 1.500 Gramm erhältlich.

Um das richtige Trekkingzelt zu finden, ist es wichtig sich darüber im Klaren zu sein, wo und unter welchen Bedingungen das Zelt zum Einsatz kommen soll. So sollte beispielsweise geklärt sein, ob das Zelt nur zum Übernachten, oder auch zum Wohnen Verwendung finden soll, und wie viele Personen darin Platz haben sollten. Auch, ob das Zelt windstabil sein und einen Regenschutz bieten soll, sollte vor dem Kauf überlegt werden. Letzten Endes entscheidet auch der Preis über die Art des Trekkingzeltes.

Es gibt sowohl Kuppelzelte, als auch Tunnelzelte oder Ultraleicht-Zelte, die als Trekkingzelte erhältlich sind.

Tunnelzelte haben den Vorteil, dass sie relativ viel Platz bieten und zugleich auch leicht aufzubauen sind. Das Außenzelt wird zuerst aufgebaut, was vor allem bei Regenwetter sehr praktisch ist. Allerdings sind die Zelte auch anfälliger für Wind und Sturm, als andere Zelttypen, wie beispielsweise Kuppelzelte. Ist der Untergrund uneben, kann es schwierig sein, das Zelt mit Heringen entsprechend zu stabilisieren.

Kuppelzelte stehen dagegen von selbst, und benötigen keine Heringe. Sie erweisen sich in der Regel als sehr windstabil – insbesondere in Geodät-Form, also mit drei sich kreuzenden Stangen. Bei Kuppelzelten wird allerdings das Innenzelt zuerst aufgebaut, sodass es bei Regen unter Umständen schnell nass im Innern werden kann. Im Sommer lässt sich auch lediglich das Innenzelt des Kuppelzeltes nutzen.

Wichtig bei einem Trekkingzelt ist es, dass ein guter Regenschutz gewährleistet werden kann. Die meisten Zelte bestehen aus Nylon oder auch Polyester, die jeweilige Regendichte wird vom Hersteller in Millimetern Wassersäule angegeben. Ein gutes Trekkingzelt sollte zumindest einem Wert von 2.000 Millimeter Wassersäule standhalten können – in regnerischen Gebieten auch mehr.

Im Laufe der Jahre nimmt die Regendichte immer mehr ab, da die spezielle Beschichtung durch Witterungseinflüsse beeinträchtigt wird. Teurere, hochwertigere Trekkingzelte zahlen sich in dieser Hinsicht aus – sie besitzen eine deutlich längere Lebensdauer.

Campingversicherungen

Wer einen Campingaufenthalt plant, sollte auch an die notwendigen Versicherungen denken. Insbesondere Dauercamper sollten sich über die Absicherung ihrer Campingausrüstung Gedanken machen und eine entsprechende Camping-Versicherung abschließen.
Ansonsten können Sturm, Überschwemmungen, Brände oder auch Diebstähle hohe finanzielle Folgen nach sich ziehen.

Campingversicherung zum Schutz der Campingausrüstung

Die Campingversicherung schützt die Ausrüstung nicht nur während des Campingurlaubes, sondern das komplette Jahr über – also auch dann, wenn sie nicht genutzt wird.

Der Versicherungsschutz kann dabei ganz individuell ausgestaltet werden. Er kann sowohl für den Wohnwagen selbst, als auch für Vorbauten, Zelte und Vorzelte, Sonnendächer und Markisen abgeschlossen werden. Auch das bewegliche Inventar wie Campingmöbel, Kücheneinrichtung, Kleidungsstücke oder Schlafsäcke lassen sich über die Camping-Versicherung vor Schäden oder Verlusten schützen – ebenso wie Rundfunkgeräte, Fernseher und DVD-Rekorder inklusive dazu gehöriger Antennen.

Die Camping-Versicherung kommt für Schäden auf, die durch Brand oder Explosion, Sturm, Hagel oder Blitzschlag verursacht wurden. Überschwemmungen und Leitungswasserschäden sind in vielen Versicherungstarifen ebenfalls abgesichert, müssen jedoch bei einigen Anbietern auch gegen einen Beitragszuschlag extra versichert werden. Hier ist genau auf die Formulierung im Versicherungsvertrag zu achten.
Darüber hinaus sind über die Campingversicherung in der Regel auch Verluste und Schäden durch Diebstähle, Sachbeschädigungen, Raub und Unterschlagung abgesichert.

Nicht im Versicherungsschutz enthalten sind im Normalfall Lebens- und Genussmittel sowie Bargeldbestände und Wertpapier, Fotoapparate und Wertgegenstände wie Kunstobjekte oder Schmucksachen.

Die Kosten für eine Campingversicherung sind abhängig von dem Wert der Gegenstände, die versichert werden sollen. Bei Vereinbarung einer Selbstbeteiligung lässt sich die Versicherungsprämie zusätzlich verringern.

Wohnwagenversicherung

Voraussetzung für den Abschluss einer Wohnwagen-Versicherung ist, dass der Wohnwagen auf einem offiziellen Campingplatz steht. Viele Versicherungsgesellschaften gewähren einen Versicherungsschutz auch nur dann, wenn sich der Campingplatz innerhalb Deutschlands befindet. Auch bei der Wohnwagenversicherung sollte genau auf die Ausführungen im Versicherungsvertrag geachtet werden, damit alle gewünschten Risiken auch wirklich mit versichert sind. Auch Dauercamper sollten genau in der Versicherungspolice nachlesen, ob und wie ihr Wohnwagen versichert ist.

Camping Carnet

Empfehlenswert ist auch der Erwerb eines Camping Carnets. Das Camping Carnet ist ein Passersatz, der bei Campingplatzbetreibern in ganz Europa anerkannt wird.

Das Dokument wird gegen eine geringe Gebühr von Automobilclubs wie dem ADAC oder auch beim Camping Club Deutschland (Link) ausgegeben und besitzt eine Laufzeit von ein oder mehreren Jahren.

Camper, die im Besitz der Karte sind, sind gleichzeitig auch versichert – gegen Schäden, die auf dem Campingplatz nicht vorsätzlich an Personen oder Sachen verursacht werden.

Bei Ankunft auf dem Campingplatz wird das Carnet abgegeben, und bei Abreise werden dann sämtliche Leistungen bezahlt. Erforderlich ist das Camping Carnet für einen Aufenthalt auf dem Campingplatz jedoch nicht – bei kürzeren Besuchen muss die Kosten ohnehin meist im Voraus entrichtet werden.